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Käsekuchen mit Mürbeteig für Mama

Ein Käsekuchen mit Puderzucker bestäubt

«Was möchtest du für einen Kuchen, Mami?» frage ich am Telefon. «Ich weiss nicht, überrasche mich doch», kommt durch die Leitung zurück. Na super. Es war Donnerstagabend und ich sass zuhause auf meinem Sofa. Und am Sonntag hatte meine Mutter Geburtstag. Eigentlich hatte ich mich auf einen entspannten Abend eingestellt. Doch dieses lässige «überrasch mich doch» wiederholte sich in meinem Kopf, als hätte ich einen Sprung in der Platte. Mit der Ruhe war es zumindest vorbei. Eine Kuchenidee musste her!

Käsekuchen mit Mürbeteig für Mama

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By Ben Serves: 12
Prep Time: 20 Cooking Time: 110min

Ingredients

  • 250gr Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 40gr Zucker
  • 1TL Backpulver
  • 120gr Butter
  • 1 Ei verklopft
  • 1-2 EL Wasser
  • 750gr Halbfettquark
  • 300gr Rahmquark
  • 200gr Zucker
  • 1 Zitrone
  • 3 EL Zitronensaft
  • 3 Eier

Instructions

1

Zutaten für den Teig – ausser Ei und Wasser (250gr Mehl, 1/2 TL Salz, 40gr Zucker, 1TL Backpulver, 120gr Butter) zusammen mischen, sodass ein brösmeliger Teig entsteht.

2

Mulde machen, Ei und Wasser dazugeben

3

Teig formen

4

Rand formen, flach drücken und für ca. 20min in Küchlschrank (mit Folie bedeckt)

5

Ofen auf 220° vorheizen

6

Springform stark einfetten

7

1/3 des Teigs auf Springformboden legen, Backpapier drüber legen und auswallen

8

Rest des Teigs in vier ähnlich grosse Stücke aufteilen und gleich lange und dicke Rollen formen

9

Jede Rolle sollte 90° des Rands der Springform ausmachen. Gut andrücken und an Springformrand hochdrücken.

10

Springform mit Teig nochmals für 20min in Kühlschrank

11

Alle Zutaten für Füllung zusammenmischen (750gr Halbfettquark, 300gr Rahmquark, 200gr Zucker, 1 Zitrone, 3 EL Zitronensaft, 3 Eier)

12

Teig aus Kühlschrank holen und Boden mit Gabel einstechen

13

Füllung eingiessen

14

15 min bei 220° backen, dann 80 min bei 160° backen

15

Käsekuchen im Ofen auskühlen lassen, dann 3-4 Stunden oder gleich über Nacht kühlstellen

Warum gerade Käsekuchen?

Als ich so vor mich hin grübelte, dachte ich irgendwann daran, dass meine Mutter aus Deutschland ist. Weil mir immer wichtig ist, dass eine Verbindung zur Person da ist, für die ich backe und sie merkt, dass ich das Rezept speziell für sie ausgesucht habe, wusste ich, dass ich ihre Herkunft irgendwie miteinbeziehen wollte. Also schaute ich mich um, was klassische Rezepte sind. Doch viele Kuchen sind für den Geschmack meiner Mutter einfach zu süss! Sie bevorzugt Süssgebäck, welches nicht übertrieben süss ist – oder gar ein bisschen sauer ist. Beispielsweise Aprikosenwähe oder etwas mit Brombeeren. Doch im März ist weder für das eine, noch das andere die richtige Zeit. Ich gab mich schon fast geschlagen und wollte sie schon anrufen, als es mir wie Schuppen von den Augen fiel: ein Käsekuchen muss es sein!

Der Käsekuchen: nicht zu süss, dafür mastig

Bei einem Käsekuchen benutzt man zwar Zucker, doch häufig in Kombination mit Zitronensaft und geriebener Schale, was die Süsse wieder reguliert. Ausserdem wird durch den vielen Quark die Süsse herrlich mild. Einziger Knackpunkt: Ein Käsekuchen ist eine richtig mastige Angelegenheit. Vielen reicht bereits ein Stück um Satt zu werden.

Käsekuchen für Kaffee und Kuchen

Weil ich Freitagabend bereits etwas vorhatte, aber der Käsekuchen am leckersten wird, wenn er noch einige Stunden – oder über Nacht – gekühlt wird, musste ich mich am Samstagabend daran machen. Ich arbeitete bis tief in die Nacht – was zwar Spass machte aber auch anstrengend war. Nicht aber weil ich trödelte, sondern weil der Kuchen so lange gebacken werden muss – ganze eineinhalb Stunden! Als der Kuchen dann endlich fertig war und auskühlte, kroch ich zufrieden, aber müde in mein Bett. Am Sonntag waren wir dann alle bei meinem Bruder zum Kaffee eingeladen, um Mamas Geburtstag zu feiern. Sie staunte nicht schlecht, als ich ihr den Käsekuchen überreichte – und lächelte zufrieden, als sie ihn probierte. Sie war zwar nach einem Stück bereits satt, der Kuchen liess sie aber nicht mehr aus den Augen, bis sie ihn in einer Tüte mit nach Hause nahm. Mission Käsekuchen completed!

In diesem Sinne: halt es einfach und lecker #baketobasics

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