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Monas Mohnkuchen mit verstecktem Vanillepudding

Einen passenden Geburtstagskuchen zu finden ist nicht immer einfach. Wer jedoch Mona heisst, ist schon fast prädestiniert für einen Mohnkuchen! In Mo(h)nas Geburtstagskuchen versteckt sich aber nicht nur ein Buchstabe, sondern auch der Vanillepudding. Warum das so ist und wie auch du das hinkriegst, erfährst du unten im Rezept.

So sah das aus, als ich Monas Mohnkuchen buk.

Monas Mohnkuchen mit verstecktem Vanillepudding

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By Ben
Prep Time: 30min Cooking Time: 30-45min

Ingredients

  • 500gr Butter
  • 250gr Zucker
  • 250ml Milch
  • 250gr Mohn
  • 250gr Mehl
  • 2 Eier
  • 1 Pkg Backpulver
  • 1 Pkg Puddingpulver
  • 500ml Milch

Instructions

1

Backofen auf 200 Grad vorheizen

2

Springform mit 20 cm ø einfetten

3

250gr Butter, 250gr Zucker, 2 Eier und 250ml Milch in Schüssel geben und verrühren

4

250gr Mehl durchsieben und gemeinsam mit 1 Packung Backpulver dazugeben

5

250gr Mohn dazugeben

6

Alles nochmal verrühren

7

Mohnteig in Springform geben

8

Teig für 30min in den Backofen schieben

9

Für 25 min die benutzten Küchenutensilien aufräumen

10

500ml Milch aufkochen

11

250gr Butter in der Milch zergehen lassen

12

Puddingpulver dazugeben

13

Jetzt müsste ungefähr der Kuchenboden fertig sein: Aus dem Ofen nehmen und für 10min stark abkühlen lassen (auch draussen, wenns kalt genug ist)

14

Ofen anlassen

15

Sobald das Puddingpulver-Gemisch kocht, Topf vom Herd nehmen

16

Kuchen zurückholen und heissen Pudding darüber schütten

17

Der Kuchen sollte wegen des Hitze-Kälte-Unterschieds aufreissen und den Vanillepudding grosszügig verschlingen

18

Kuchen nochmals für 10min in den Ofen, danach lange auskühlen und in den Kühlschrank stellen

19

Ein wenig (!) Puderzucker darüber streuen, um das Gröbste zu verdecken

Zuflucht vom kalten Nass

Das sanfte Tröpfeln des Regens an meinem Fenster weckte mich. Es war ein Freitag und ich hatte ausnahmsweise frei. Denn tags zuvor hatte ich meinen letzten Arbeitstag und der neue Job fing erst am Montag an. Mein iPhones zeigte kurz vor halb neun auf dem Display an. In der Küche kochte ich mir erst mal einen tiefschwarzen Kaffee, anders wäre ich nicht in die Gänge gekommen. Ich setzte mich an meinen Küchentisch und schaute nach draussen, auf die schwarzen Wolken. Ein perfekter Backtag. Auf den nassen Strassen beeilen sich Passanten, um trocken zur Haltestelle zu gelangen. Während ich langsam meinen Kaffee trinke, kreisen meine Gedanken um den ersten Versuch des Mohnkuchens, den ich für Monas Geburtstag am Abend backen werde. Einen Mohnkuchen mit Vanillepudding, um genau zu sein.

Wie es zum Mohnkuchen kam

Angefangen hatte alles in unserer Studiengruppe. Eines Tages erklärte ich, dass ich allen einen Kuchen freier Wahl zum jeweiligen Geburtstag backen werde. Nicht nur weil ich schlecht mit der Geschenkwahl bin. Sondern auch, weil ich mich daran erinnere, wie ich mich freute, als ich als kleiner Junge meinen Geburtstagskuchen wünschen durfte – dieses Gefühl möchte ich auch meinen Freunden zurückbringen. Angefangen mit Isabelle, der ich einen echten Aargauer Rüeblikuchen gebacken hatte.

Englischer Mohnkuchen mit Vanillepudding – ein Erstversuch

Heute betrete ich für Monas Kuchen jedoch Neuland. Auf die Frage nach ihrem Kuchenwunsch beantwortete sie wie Schweizer die Frage nach ihrem Lohn: unkonkret. Also musste ich mir selber etwas ausdenken. Mona geht gerne nach London. Englische Kuchen. Und neben all den einfachen schokogussüberzogenen Biskuitkuchen fand ich während meiner Recherche den Mohnkuchen. Die Reaktion von Mona auf meinen Vorschlag: «Boah, mega gern – dä hani scho ewig nüme gha!»

Mittlerweile ist 9.30. Die Stunde ging mit Tagträumen und dem Sog des Youtube-Algorhytmus drauf. Ich stehe auf und suche die Zutaten zusammen. Und siehe da, ich hatte alles: Zucker, Backpulver, Milch, Eier, Mehl – sogar den Vanillepudding. Ich freute mich schon, dass ich nicht noch einkaufen gehen musste. Doch zu früh gefreut: natürlich fehlte mir der Mohn – und ohne Mohn wird das nichts.

Erster Tipp beim Kauf der Zutaten

Nach dem zweiten mittelgrossen Supermarkt ging ich in die XXL-Coopfiliale im Sihlcity – und fand dort endlich den gewünschten Mohn. Für mich ein klares Learning für das nächste Mal. Entweder kaufe ich früh online ein, oder erkundige mich zumindest, wo ich das Lebensmittel finde. Auch bei Zutaten wie Mohn, bei dem ich sicher war, dass die auch in mittelgrossen Supermärkten erhältlich sind.

Dieser Kuchen ist nichts für Kalorienbewusste

Zurück in meiner Wohnung machte ich mich auch sofort daran, den Teig zu machen. Ich kaufte auch noch mehr Butter. Es stellte sich nämlich heraus, dass ein ganzes Pfund Butter verbacken werden: 250gr für den Teig und 250gr für den Vanillepudding. Kalorienarm geht definitiv anders.

Zweiter Tipp für das Verstecken des Vanillepuddings

Zugegeben, das mit dem Vanillepudding passierte aus Versehen – ging aber zu meinem Vorteil aus. Als ich also den Mohnteig fertig buk und ihn zum Kühlen rausnahm, fing ich an, den Vanillepudding aufzukochen. Als die Mischung für den Vanillepudding kochte nahm ich sie vom Herd und rührte, wie beschrieben, noch ungefähr fünf Minuten um. Und genau hier passiert der gute Fehler: Der Pudding war noch zu heiss für den Teig – das merkte ich als ich den Pudding in die Form auf den Teig schüttete und sah, dass sich der Mohnteig spaltete. Genau wie auch Glas platzt, wenn man heisses Wasser einfüllt. Nun, in voller Panik tat ich das einzig richtige: Ich schob das ganze Ding nochmals für zehn Minuten in den Ofen. Wieder draussen hatte es nicht wirklich eine dicke schicht Vanillepudding obenauf. Ich hatte aber keine Zeit für einen zweiten Versuch, also hoffte ich einfach auf das Beste. Wie Mona auf den Kuchen reagierte lest ihr nach dem Rezept.

Dritter Tipp: Puderzucker im Mass benutzen

Als ich nach dem Umzug nach Hause kam, war der Kuchen perfekt abgekühlt, sodass ich ihn noch für eine Stunde in den Kühlschrank steckte. Währenddessen duschte ich mich und machte mich für die Geburtstagfeier fertig. Ich schütte noch ein bisschen Puderzucker über den Kuchen, um das Schlimmste zu überdecken – so hoffte ich zumindest. Später stellte ich fest, dass zu viel Puderzucker einen pelzigen Geschmack auf der Zunge hinterlassen – das ist auch nicht wirklich cool.

Während ich mich mit den Freunden unterhielt kamen immer wieder mal Freunde auf mich zu und fragten mich, wie ich den Kuchen gemacht hätte, er wäre so lecker. «Ganz eifach», sagte ich, «du nimmsch Mohn, Zucker und die doppleti Mängi Butter scho bisch zur Hälfti am am Ziel». Die ersten akzeptierten diese Antwort noch. Doch schon bei den zweiten oder dritten reichte das nicht. Sie sagten: «Nöd wie du de Chueche gmacht hesch. Ich wott wüsse wie zum Tüfel du de Vanillepudding i d Mitti bracht hesch!» Und erst da begriff ich das Glück im Unglück mit dem Vanillepudding vom Mohnkuchen.

In diesem Sinne: halt es einfach und lecker #baketobasics

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